· Pressemitteilung

Ein Teil der Gesellschaft

Bei der Feier zum 50. Geburtstag des BRK-Seniorenzentrums „Haus Ziegelanger“ durften (von links) Einrichtungsleiterin Anneliese Dombrowsky, Bürgermeister Franz Stahl, Pflegedienstleiterin Gabriele Schieder und BRKKreisgeschäftsführer Holger Schedl die Torte anschneiden. Bild: jr
Gemeinsam mit vielen Gästen feierten die Bewohner das 50-jährige Bestehen des BRK-Seniorenzentrums "Haus Ziegelanger". Bild: jr

Eine Geburtstagstorte darf bei Jubiläen nicht fehlen. Diesmal durften sich die Bewohner des BRKSeniorenzentrums "Haus Ziegelanger" das Feingebäck schmecken lassen, denn die Einrichtung gibt es seit 50 Jahren.

 

Tirschenreuth. (jr) Eine zuckersüße Geburtstagstorte wartete nur darauf angeschnitten zu werden. Nach dem offiziellen Teil war es soweit. Bürgermeister und BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl, BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl, Einrichtungsleiterin Anneliese Dombrowsky und Pflegedienstleiterin Gabriele Schieder schnitten gemeinsam die Torte an, ehe sie an die Bewohner und Gäste der Jubiläumsfeier verteilt wurde.

 

Gefeiert wurde am Sonntag "50 Jahre BRK-Seniorenzentrum Haus Ziegelanger" mit einem Kaffeeplausch und musikalischer Unterhaltung durch Norbert Gleißner. Das Haus bietet aktuell 99 Plätze für Senioren, um die sich insgesamt 85 Mitarbeiter kümmern. Einrichtungsleiterin Anneliese Dombrowsky und Heimbeiratsvorsitzende Rosa Eckert eröffneten die Feier. Schon seit fünf Jahrzehnten bereichert das "Haus Ziegelanger" die Kreisstadt und gehört mit zum Stadtbild. Bürgermeister Franz Stahl erinnerte daran, dass am 30. Oktober 1967 die ersten 20 Bewohner einzogen, nachdem das Haus seiner Bestimmung übergeben wurde. Der Neubau war nach damals zeitgemäßen und altersgerechten Gesichtspunkten konzipiert worden. "Im Laufe der Jahre", so Stahl, "wurde den steigenden Ansprüchen mit baulichen Um- und Nachrüstungen Rechnung getragen". Heute biete die Einrichtung eine völlig neue Perspektive, für aktive, aber auch pflegebedürftige Senioren. Behagliche Zimmer garantieren ein sich Wohlfühlen in gemütlicher Atmosphäre. Stahl machte deutlich, im Mittelpunkt aller Bemühungen steht der Bewohner.

 

Wohngemeinschaften

 

Der Bürgermeister blickte kurz auf die wechselvolle Geschichte des Hauses zurück. 1993 wurde der Erweiterungsbau eingeweiht, mit 24 Wohnplätzen, die nach altersgerechten Gesichtspunkten konzipiert wurden. Von 1994 bis 1997 erfolgte die
Generalsanierung des Hauses, so bekam die Südfassade ein neues Gesicht. Neu gestaltet wurde der Haupteingang mit einer großflächigen Terrasse. Ebenso gab es einen neuen Eingang für Rollstuhlfahrer. Bis 2015 beherbergte das Haus bis zu 127 Bewohner. Dann begann die umfangreichste Änderung in der jetzt 50-jährigen Geschichte. Heute, nach Abschluss dieser umfassenden Arbeiten, biete das Haus 99 Bewohnerinnen und Bewohnern Platz. "Unser Haus erstrahlt nun in neuem Glanz", betonte Stahl. Alle Bewohner können auf Einzelzimmer zurückgreifen und leben in einer bis zu vier Personen umfassenden Wohngemeinschaft. Der Bürgermeister dankte besonders einer engagierten Mannschaft. Allerdings, und dies wusste Stahl auch, "in Zeiten des Fachkräftemangels ist es oft eine Zerreißprobe, allen Anforderungen gerecht zu werden". Dank galt den ehrenamtlichen Kräften, die das Haus mit Leben erfüllen. Stahl sprach von einer Vorzeigeinrichtung, "die ältere Generation ist uns wichtig, das Rote Kreuz bürgt als Träger für die hohe Qualität".

 

Den steigenden Ansprüchen wurde mit baulichen Um- und Nachrüstungen Rechnung getragen.
Bürgermeister Franz Stahl zum"Haus Ziegelanger"

 

Dank an Mitarbeiter

 

BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl dankte allen Mitarbeitern des Hauses. Die neue Einrichtungsleiterin Anneliese Dombrowsky, sie ist erst seit drei Monaten hier, hätte dem Haus ein neues Gesicht gegeben. Schedl machte unmissverständlich klar, dass die Bewohner immer im Mittelpunkt aller Arbeit stehen, "sie müssen sich wohlfühlen, ihnen muss es gut gehen". Freilich gab er auch zu bedenken, dass dort, wo Menschen mit Menschen arbeiten, auch Fehler gemacht würden. Zum Fachkräftemangel merkte Schedl an, jeder muss sich hier Gedanken machen. "Bei uns wird an 365 Tagen gearbeitet und gepflegt, so gut es eben geht". Abschließend freute sich der Rot-Kreuzler: "Unser Haus ist ein Teil der Gesellschaft" und dankte ganz besonders den vielen ehrenamtlichen Kräften, die das verantwortliche Personal mit vielfältigen Aktionen unterstützt. Nach der Kaffeetafel gab es von den Mitarbeitern noch einen Sketch, ehe dann die Gemütlichkeit im Mittelpunkt des Jubiläumsfestes stand.

 

Quelle: Der neue Tag / onetz.de